Stressfrei bei Pflegefall

Stressfrei bei einem Pflegefall in der Familie

Das Thema Pflegefall, Pflegeversicherung und Pflegepläne sollte in der Familie ebenso wenig ein Tabu-Thema sein, wie das Thema Alter, Demenz und Sterben. Alles noch zur rechten Zeit regeln zu können ist alten Menschen heute ein Anliegen. Doch achten sie darauf, dass der Betroffene sich nicht bedrängt, abgeschoben oder ganz einfach sozial verträglich entsorgt weiß, sondern das es ein Gebot der familiären Fairness ist mit rechtzeitigem Gespräch, ausreichend Informationen bewusste Vorsorge zu treiben für den Ernstfall.

Stressfrei bei Pflegefall

1. Wie ist meine Pflegevorsorge finanziert?

Habe ich Pflegepläne? Wenn ja, bei welcher Pflegeversicherung und ist eine Anpassung im Pflegefall notwendig.

2. Wie haben meine Eltern ihre Pflegevorsorge finanziert?

Offene und ehrliche Gespräche klären ein oft heikel und indiskret besetztes Thema. Es  ist aber für den Ernstfall notwendig zu wissen, wo die notwendigen Unterlagen sind und  was der Wille der Eltern ist. Wenn nicht ausreichend vorgesorgt ist, was dann?

3. Werden und wollen wir überhaupt die Eltern pflegen?

Diese Frage führt oft zum Streit in der Familie. Wichtig ist alle Beweggründe und  und Wünsche zu hören, am besten aufzuschreiben und gut gegeneinander in einer Plus und  und Minus Liste abzuwägen.

4. Ist eine echte Pflege räumlich bei uns oder eher in der Wohnung der Eltern möglich?

Größe der eigenen Wohnung und ob sie pflegegerecht herzurichten ist, wir es ebenso sagen, wie die zu bewältigende Entfernung zur elterlichen Wohnung.

5. Müsste man im Pflegefall Umbauten vornehmen?

Bad, Höhenunterschiede, Treppen sind zu berücksichtigen; auch die Breite der Türen. Ist das finanziell machbar, oder kann eine intensive persönliche Betreuung in einer Pflegeeinrichtung eine adäquate Alternative sein?

6. Wir sehen uns mit den Eltern Pflegeheim in der Nähre an

Auch wenn das für viele eher ungewöhnlich klingen mag, ein gemeinsamer Besuch in Pflegeeinrichtungen kann auf jedenfall nicht schaden,  um den gemeinsamen Willen aller Beteiligten herauszufinden.

7. Wir nehmen Kontakt mit einem oder mehreren Pflegediensten auf und führen ein Informationsgespräch

Ganz wichtig ist hier: Keine Alleingänge und Schnellschüsse. Offenheit und Transparenz ist oberstes Gebot.

8. Was ist Demenz – wie kann ich sie erkennen?

Bei größeren Ausfällen medizinisch abklären lassen. Meist artikulieren ältere Menschen selber, dass sie Veränderungen wahrnehmen. Vergesslichkeit ist kein Demenz-Indikator.

9. Wer soll uns in Ernstfall vertreten können?

Die direkten Nachkommen oder damit beauftragte Vertraute.

10. Wer von uns oder aus dem familiären Umfeld soll als Bevollmächtigter die Eltern vertreten?

Der oder diejenige/n die direkten Bezug haben und die notwendige Zeit aufbringen können. Ein Grundwissen im Umgang mit Behörden kann auf jedenfall nicht schaden.

11. Auf was sollte ich sonst noch achten?

Ich lege mir einen Pflege-Ordner an, damit auch meine Kinder Zugriffe auf alle wichtigen Informationen haben. Dies ist eine gute Entscheidung!

1 Kommentar

  1. Yvonne

    Fragen Sie mal die Menschen auf der Strasse — die meisten wissen nicht einmal, dass das Jahr 2011 “das Jahr der Pflege” war. Und was die Sensibilisierung angeht — unsere Patienten und deren Angehörige wissen von unserer Not, haben aber mit ihren eigeadnen Nöten zu tun. Und von denen, von denen wir Hilfe erwarten (dürften & möchten), die reden immer nur davon — aber wirklich passieren tut nichts, denn sonst würde sich diese prekäre Lage nicht im Laufe der Jahre/Jahrzehnte nicht so progressiv zugespitzt haben. MfG

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