Tier Robbe im Einsatz gegen Demenz

In der Pflege im Pflegeheim wird derzeitig eine Art Computer, welcher aussieht wie eine Robbe im Einsatz gegen Demenz erprobt. Auf Berührungen reagiert dieser mit Tönen oder Augenzwinkern und ist sogar in der Lage Stimmen auseinanderzuhalten. Wie die Pflege künftig in Pflegeheimen aussieht und ob es nützlich ist, Roboter bei der Therapie von Pflegenden einzusetzen, wird im nachfolgenden Text geklärt.
Sie haben helles, flauschiges, weiches Fell und riesengroße dunkle Augen und sind ca. 60 cm lang. Die Rede ist von künstlichen Robben, sogenannte „Paro“. Sie werden in erster Linie in Deutschland und Japan bei Pflegebedürftigkeit verwendet, hauptsächlich ist die künstliche Robbe im Einsatz gegen Demenz oder Alzheimer tätig.

Funktion der Pflege-Roboter

„Paro“ wurde von einen japanischen Forscher für therapeutische Zwecke erfunden. „Paro“ hat die Aufgabe Patienten, welche unter Demenz oder Alzheimer leiden, zu inspirieren, aber auch im gleichen Atemzug zu beruhigen. Die Idee dieser Therapie geht aus Erfahrungswerten der tiergestützten Heilbehandlung voraus. Der Pflege-Roboter verhält sich wie ein menschliches Wesen, er hebt den Kopf, wedelt mit den Schwaz und öffnet die Augen, sobald sich jemand in der Nähe befindet. Seine Reaktionen sind lebensecht, denn er bemerkt Reize, welche von außen kommen recht schnell. Das bedeutet, er reagiert auf Temperaturschwankungen, Akustik, Licht sowie Berührungen. „Paro“ erkennt, wie jemand ihn streichelt und regiert mit Lauten. Weil der Roboter Stimmlagen speichert, erkennt er den Menschen daran wieder. Die künstliche Robbe unterscheidet auch zwischen Tag und Nacht und weiß sehr genau, wann es Zeit ist schlafen zugehen. Wenn man „Paro“ schlägt, reagiert dieser sehr wütend. Unter dem Fell der künstlichen Robbe befindet sich eine taktile Sensorik und aus diesen Grund kann der Roboter jede Bewegung, Berührung sowie Stimmlage wahrnehmen.

Optimal für den Einsatz von Pflegebedürftigen – Robbe im Einsatz gegen Demenz

Die Befürworter sind einstimmig der Meinung, dass „Paro“ die Robbe im Einsatz gegen Demenz eine durchaus optimale Ergänzung bei der Betreuung bei Pflegebedürftigkeit in Pflegeheim ist. Die Computer-Robbe würde die Kommunikation der Patienten erheblich verbessern.
Die Präsidentin des Österreichischen Gesundheitsverbandes ist da ganz andere Meinung. Sie sieht den Einsatz von „Paro“ sehr kritisch, weil die Pflege nur allein mit Beziehungsarbeit sowie Motivation zu tun hat. Die künstliche Robbe im Einsatz gegen Demenz hingegen, kann nur mechanische Arbeiten ausführen und besitzt standardisierte Abläufe. Ein individuelle Vorgehensweise ist einfach nicht möglich. Pflege bzw. Pflegebedürftigkeit braucht eine sehr große Patientennähe durch Pflegefachkräften.
Tatsache ist aber, dass die Zahl der Pflegebedürftigen ständig steigt. Darum ist auch qualifiziertes Fachpersonal notwendig. Pflege-Roboter sind leider kein Ersatz für geschultes Pflegepersonal. Es geht also zukünftig darum, Ausbildungen in sämtlichen Pflegeberufen bundesweit identisch anzubieten.

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