Besonderheiten der Pflegeversicherungsreform

Pflegereform

Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde am 01.01.1995 gegründet. In 2 Stufen wurde zuerst die häusliche Pflege  beschlossen, danach bestand seit 1996 auch Anspruch auf stationäre Pflege.
Doch das ist nicht genug. Diese Versicherung ist chronisch unterfinanziert. Es werden längst nicht alle Bereiche abgedeckt.

Hier einige Beispiele über Änderungen seit der Pflegeversicherungsreform:

Ab dem 01.01.2012 wurde das Pflegegeld für die häusliche Pflege um ca. 10 € pro Pflegestufe erhöht. Auch die Sachleistungen stiegen zwischen 10 und 60 €.
In der vollstationären Pflege ergaben sich nur Änderungen in der Pflegestufe III. Der maximale jährliche Leistungsbetrag in der Kurzzeitpflege erhöhte sich von 1510 auf 1550 €. Dabei spielt die Pflegestufe keine Rolle.
Die Pflegeversicherungsreform gestattet Arbeitnehmern sich künftig 6 Monate von ihrem Chef unbezahlt frei stellen zu lassen, damit sie sich um einen pflegebedürftigen Familienangehörigen kümmern können.
Mit erhöhten Sachleistungen werden demnächst auch höhere Betreuungsaufwendungen für Demenzkranke in Altenheimen honoriert. So kann gemäß $ 87 b SGB XI für je 25 Heimbewohner eine zusätzliche Betreuungskraft eingestellt werden.

Unterschied gesetzlich oder privat pflegeversichert:

Jeder Pflichtversicherte in der Krankenkasse ist auch versichert in deren Pflegekasse, ob privat oder gesetzlich. In beiden Fällen werden die vorgeschriebenen Leistungen abgedeckt.
Wem die Pflegeversicherung nicht ausreicht, kann noch eine Pflegezusatzversicherung abschließen.
Entweder entscheidet man sich für die Pflegekostenversicherung oder das Pflegetagegeld.
Bei der Kostenversicherung werden höhere Leistungen abgedeckt. Hierzu müssen aber die Rechnungen nachgewiesen werden. Das hat zur Folge, dass die Pflege innerhalb der Familie weniger unterstützt wird.
Beim Pflegetagegeld wird je nach Pflegestufe ein Tagessatz bezahlt. Das kann wiederum den Angehörigen zugute kommen. Ohne Nachweis verfügt man hier frei über den vereinbarten Satz, mit dem man seine Lieben erfreuen kann.
Der vollstationäre Aufenthalt in einem Altenheim kostet bei Pflegestufe I ab ca. 2300 € aufwärts. Dabei übernimmt die Pflegekasse 1023,- €. Den Rest muss der Bedürftige selber tragen. Wenn er das nicht kann, zahlen die Kinder- oder das Sozialamt. In erster Linie aber gilt- Kinder sind den Eltern gegenüber auch unterhaltsverpflichtet-. Das prüft das Sozialamt, bevor es einspringt.

Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist um die 30 Jahre sinnvoll. Je höher das Eintrittsalter, desto höher sind auch die Beiträge und das Risiko einer Erkrankung.

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