Pflegestufe 1, 2 und 3 – Definition und Leistung

Informationen zu den Pfelgestufen

Seit dem 1.Januar 1995 gibt es die Gesetzliche Pflegeversicherung. Jeder Deutsche, der Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung ist, ist gleichzeitig auch in der Gesetzlichen Pflegeversicherung pflichtversichert, freiwillig Versicherte können das Risiko der Pflegebedürftigkeit bei ihrer Versicherung ebenfalls freiwillig abdecken. Der Gesetzgeber bezeichnet diese Pflichtversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung. Sie soll zumindest den Grundbedarf an den pflegerischen und hauswirtschaftlichen Erfordernissen im Pflegefall abdecken. Dem Pflegegeld kommt im Rahmen der Gesetzlichen Pflegeversicherung eine große Bedeutung zu. Es wird an Versicherte gezahlt, die einen Pflegebedarf nachweisen und soll dazu dienen, dass der zu Pflegende Leistungen bezahlen kann, die im Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit stehen. Je höher die Pflegebedürftigkeit ist, desto höher ist die Pflegegeldleistung. Zur Zeit gibt es drei Pflegestufen, die sich nach dem wöchentlichen Zeitaufwand für die notwendigen Pflegeleistungen richten. Wenn eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, stuft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung den Pflegebedarf individuell ein und danach erhält der Betroffene die Pflegestufe 1, 2 oder 3. Ab 2013 gibt es zusätzlich noch eine Pflegestufe 0 für Pflegebedürftige, die zwar nicht erheblich körperlich eingeschränkt sind, aber trotzdem einen großen Pflegebedarf haben, weil ihre geistigen und kognitiven Ausfälle das verlangen (Demenz, Alzheimer etc.) Der Versicherte hat die Wahl zwischen Geldleistungen, wenn er seine Pflege privat selbst organisiert und Sachleistungen, wenn er von professionellen Dienstleistungsträgern gepflegt wird.

Pflegestufe 1

erhält der Versicherte zuerkannt, wenn ein erheblicher Pflegebedarf vorliegt. Ihn erhalten Personen, die durchschnittlich mindestens 90 Minuten pro Tag Hilfe bei Alltagsverrichtungen benötigen, davon 46 Minuten lang Leistungen der Grundpflege (Waschen, An-und Ausziehen, Toilettengänge u.ä.).

Pflegestufe 2

wird gewährt bei Schwerpflegebedürftigkeit. Hier wird ein durchschnittlich 3 stündiger Pflegebedarf zugrunde gelegt, von dem mindestens 2 Stunden auf die Grundpflege entfallen.

Pflegestufe 3

wird bei Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt. Hier wird ein durchschnittlicher Pflegebedarf von 5 Stunden angenommen, von denen 4 Stunden auf die Grundpflege entfallen und zusätzlich auch nachts Pflegeleistungen notwendig werden.Bei

Pflegestufe 0

erhalten Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz finanzielle Mittel in Höhe der Hälfte der Pflegestufe 1.Die Leistungen der einzelnen Pflegestufen sind ausdrücklich für den zu Pflegenden bestimmt. Er selbst kann darüber bestimmen, wie er sie einsetzt. Für die einzelnen Pflegestufen werden folgende Leistungen gezahlt:

Pflegestufe 0 120 Euro Geldleistung oder 225 Euro Sachleistung
Pflegestufe 1 235 Euro Geldleistung oder 450 Euro Sachleistung
Pflegestufe 2 440 Euro Geldleistung oder 1100 Euro Sachleistung
Pflegestufe 3 700 Euro Geldleistung oder 1550 Euro Sachleistung

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