Kein Zahnarzt für Pflegebedürftige

Kein Zahnarzt für Pflegebedürftige

Laut der aktuellen Studie der Barmer GEK, die sich mit der Zahnversorgung bei Pflegebedürftigen beschäftigt, “liegt einiges im Argen”. Daraus geht hervor, dass Menschen die auf Pflege angewiesen sind, deutlich seltener behandelt werden, je höher die Pflegestufe ist. Auch im Vergleich zu den nicht pflegebedürftigen ist der Unterschied enorm. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK Dr. Rolf-Ulrich Schlenker begrüßte dass neue Versorgungsstärkungsgesetz, da es auch positive Auswirkungen auf die zahnmedizinische Vor- und Versorgung für Pflegebedürftige vorsieht.

Leitlinien der Zahnmedizin ohne Pflegebedürftige

Es macht kaum einen Unterschied, ob die Pflege in den eigenen vier Wänden oder einer Pflegeeinrichtung stattfindet, die Mängel sind gravierend. Um das Problem in Angriff nehmen zu können, müssen Schwerpunktpraxen für Pflegebedürftige und aufsuchende Behandlungen ausgebaut werden. Prof. Heinz Rothgang betont, dass vor allem die Menschen in Pflegeheimen betroffen sind, oft liegt die letzte Zahnbehandlung Jahrzehnte zurück und für mehr als 50 Prozent liegt der letzte Zahnarztbesuch circa zwei Jahre zurück. Dabei ist einer der Hauptgründe der schlechten Versorgung, dass die aktuellen zahnmedizinischen Behandlungsleitlinien kaum auf ältere oder Pflegebedürftige eingehen. Ebenso wenig werden psychische Störungen wie auch Demenz außen vor gelassen. Es muss deshalb sichergestellt werden, dass bei diesen Menschen eine stetige Beobachtung der Zahngesundheit uneingeschränkt gewährleistet werden kann.

Bessere Koordination

Bereits jetzt werden 98 Prozent der Hausarztbesuche von den Pflegeheimen in Auftrag gegeben, aus diesem Grund verlangen Patientenschützer auch eine Verlagerung der Verantwortung der Facharztversorgung. Diese soll vom Hausarzt der Pflegebedürftigen an die Pflegeheime abgegeben werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.