Pflege von Angehörigen und dan Alltag bewältigen

Pflege von Angehörigen

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, möchten sich viele Menschen selber darum kümmern. In den meisten Fällen jedoch sind diese Personen berufstätig. Trotzdem gibt es Möglichkeiten sich für eine bestimmte Zeit um den Angehörigen zu kümmern. Im Jahre 2008 wurden dafür die Weichen auch gesetzlich gestellt. Denn zu diesem Zeitpunkt griff die Pflegereform. Sie regelt die sogenannte Pflegezeit. Pflegezeit heißt genau, dass der betreuende Angehörige ein Recht auf eine Freistellung hat, die von der Sozialversicherung frei gestellt ist. Bis zu sechs Monaten kann diese Zeit beantragt werden.

Pflege von Angehörigen – ein Bedürfnis das ermöglicht wird:

Jeder hat Anspruch auf Pflegezeit, der einen nahen Verwandten mit mindestens Pflegstufe I pflegen will. Dies muss in häuslicher Umgebung erfolgen. Dieser Anspruch kann allerdings nur geltend gemacht werden, wenn der Arbeitgeber, bei dem man beschäftigt ist, mehr als 15 Beschäftigte hat. Als nahe Verwandte werden Lebenspartner, Ehegatten, Partner einer ehe ähnlichen Gemeinschaft sowie Großeltern, Eltern und Geschwister gesehen. Insbesondere auch Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder und Enkelkinder sind darin eingeschlossen.

Vorbereitungen und Nachweise:

Wenn klar ist, dass die Familienpflegezeit beantragt werden soll, sollte ein Schreiben mindestens zehn Tage vor Beginn der Zeit beim Arbeitgeber eingereicht werden. In dem Schreiben muss erwähnt sein, welche Zeit und welcher Umfang für die Zeit gewählt werden soll. Wird eine teilweise Freistellung beantragt, muss außerdem angegeben werden, wie die Arbeitszeiten während der Zeit verteilt werden sollen. Auch der Arbeitgeber verlangt einen Nachweis über die Pflegebedürftigkeit des Verwandten. Da sollte eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung eingeholt werden.

Pflege von Angehörigen – was geschieht mit den Versicherungen?

Krankenversicherung und Pflegeversicherung bleiben während der Familienpflegezeit völlig unverändert. Eine ständige Familienversicherung bietet die Grundlage dafür. In einigen Fällen ist eine Familienversicherung jedoch nicht möglich, sodass die Betroffenen, die Angehörige pflegen, sich freiwillig versichern müssen. Dabei wird der Mindestbeitrag verlangt. Mit dem Abschluss einer Krankenversicherung ist man automatisch auch pflegeversichert. Die Pflegeversicherung kann auch den Beitrag für die beiden Versicherungen bis zur Hohe des Mindestbeitrages erstatten. Auch eine vollständige Rentenversicherung ist abgesichert, wenn man mindestens 14 Stunden wöchentlich für die Pflege des Angehörigen aufbringt. Somit kann der Pflege nichts mehr im Weg stehen.

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