Neuerungen in der Pflege

Pflege Neuerungen in Deutschland

Die Pflegezusatzversicherung, jüngste Säule der staatlichen Sozialversicherung, ist in die Jahre gekommen. Nach einigen Reformen und Reförmchen stehen jetzt, zumindest in der Planung, einige gründliche und folgenreiche Veränderungen bevor. Im Grundsatz soll die Pflegeversicherung den aktuellen Gegebenheiten besser angepasst werden. Für die Versicherten und ihre Angehörigen könnten einige beachtliche Neuerungen in der Pflege bevorstehen.

Was sich konkret für Versicherte ändern wird, wenn der Gesetzentwurf der Bundesregierung beschlossen wird

Die geplante Pflegereform soll Grundsätzliches ändern und der Beitrag Pflegeversicherung sollte genauso dementsprechend angepasst werden. Was in den nächsten drei Jahren passieren soll, ist keine Kosmetik, sondern mehr Geld ausschütten. Vor allem solche Versicherte, die bislang unberücksichtigt blieben, sollen bei dieser Pflegereform Berücksichtigung finden. Insbesondere Demenzerkrankte sollen von der Änderung profitieren können. Hierfür sollen die Pflegebedürftigen nicht wie bisher in drei, sondern künftig in fünf Pflegestufen eingeteilt werden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe von der CDU startete dafür eine Erprobungsphase an 2000 Versicherte, die vollständige Umsetzung der Reform soll dann im Jahre 2017 stattfinden.
Völlig neu und geradezu revolutionär ist die Erneuerung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, was von Sozialverbänden seit Jahren gefordert wird. Seit acht Jahren wird an dieser Reform bereits gearbeitet, die nun bei vielen Versicherten einen finanziellen Vorteil bringen soll.

Der aktuelle Zustand und wer in Zukunft von der Reform profitieren soll.

Werden Leistung aus dieser staatlichen Versorgung beantragt, geht es um Minuten. In der aktuellen Pflegestufe 1 erhält der jeweilige Pflegedienst 450 Euro, wenn der Versicherte 46 Minuten täglich die Grundpflege in Anspruch nehmen muss. Hierzu zählen die Zahnpflege, das An- und Auskleiden, die Nahrungsaufnahme, die Hilfe zur Erledigung der Hausarbeiten und das Treppensteigen. Die Beurteilung dieses Bedarfs übernimmt der medizinische Dienst der Krankenkassen. Das Problem ist, dass Menschen, die unter psychischen Störungen leiden oder auch im Alltag durch eingeschränkte Fähigkeiten auffallen, bislang gänzlich leer ausgingen. Mehr als 250.000 Demenzkranke fielen durch das vorgegebene Raster der Gutachter. Diese Beurteilung, die bislang unter dem Begriff „Minuten Pflege“ bekannt war, soll nun zugunsten ganzheitlicher Betrachtungsweisen entfallen. Seit der Veränderung in der Pflege von 2008 bekommen Menschen, die bislang durch das Raster fielen, jetzt schon unter gewissen Umständen Leistungen. Dabei war die Rede von einer nie offiziell eingeführten Pflegestufe 0.
Bereits seit 2006 ist ein Expertenrat tätig, wobei die Ergebnisse jetzt in die Pflegereform einfließen sollen. Es ist der erklärte Wille der Regierung, dass durch die Reform kein Versicherter schlechter, aber viele besser gestellt werden sollen.

Neuerungen in der Pflege – Wann diese Vorhaben Realität werden sollen

Der Bundesgesundheitsminister will die Reform zwar erst 2017 vollständig greifen lassen, aber bereits im Jahre 2015 sollen die ausgezahlten Pflegeleistungen an die aktuelle Preisentwicklung angepasst werden. Weiterhin ist geplant, die Leistungen großzügiger zu bewilligen und mehr Betreuung anzubieten. Der Beitragssatz zu dieser staatlichen Versorgung soll um 0,3 Prozentpunkte steigen. Bereits jetzt wird ein stark steigender Bedarf an Pflegekräfte erkannt. Sozialverbände kritisieren an dieser Reform den Zeitraum bis zur Umsetzung.

1 Kommentar

  1. Mia

    Die Pflege und somit auch der Pflegedienst sind ja seit Jahren in den Medien. Jedes Jahr kommen neue Maßnahmen heraus, die den Pflegenotstand beseitigen sollen. In den nächsten Jahren fehlen so viele Pflegekräfte wie noch nie.

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