Neuausrichtung der Pflegeversicherung

Für die Neuausrichtung der Pflegeversicherung sind folgende Gründe ausschlaggebend. Die Lebenserwartung steigt erfreulicherweise in Deutschland stetig an. Laut der Statistik wird jeder Dritte Bürger, der ein Alter über 80 Jahren erreicht pflegebedürftig sein. Durch den demographischen Wandel besteht allerdings das Problem, dass den immer mehr werdenden Älteren weniger Jüngere gegenüberstehen. Für das Gesundheits- und Pflegeversicherungsgesetz ist das Meistern dieser Situation eine große Herausforderung, denn die Zahl der derzeitigen Pflegebedürftigen von 2,4 Millionen wird rasant ansteigen.

Das neue Pflegeversicherungsgesetz möchte die Pflege zu Hause fördern. Etwa Zwei Drittel der Menschen, die die Pflegeversicherung in Anspruch nehmen, werden zu Hause von der eigenen Familie, von Angehörigen oder von Pflegediensten betreut und gepflegt. Dies ist natürlich für Familien und Angehörige eine gewisse Last, die zu tragen ist. Am 01. Januar 2013 werden die Pflegeversicherung Beiträge erhöht. Die zusätzlichen Fördermittel, die dadurch entstehen sollen gezielt zur Unterstützung und Förderung der Angehörigen und Familien verwendet werden. Desweiteren wird auch das Leistungsangebot erweitert. Demenzkranke werden nun auch gefördert oder erhalten in der Regel höhere Fördergelder. Die Pflegeversicherung fördert nun auch Menschen, die in die Pflegestufe 0 eingeordnet sind. Diese Menschen besaßen bis jetzt keine Leistungsansprüche, durch das neue Pflegeversicherungsgesetz ändert sich dies nun. Da die Pflegeversicherung Beiträge sich erhöhen, können diese zusätzlichen Mittel zur Förderung verteilt werden.

Von dieser zusätzlichen Leistungsverbesserung der Pflegeversicherung werden circa 500.000 pflegebedürftige Mitmenschen profitieren. Dazu zählen vor allem die Demenzkranken, die aufgrund Ihrer Demenz durch das derzeitige Pflegeversicherungsgesetz keine Förderungen erhalten haben. Sehr wichtig ist auch, dass die Angehörigen häufig die Pflege übernehmen. So soll es auch für die Zukunft weiter laufen, daher ist es auch sehr wichtig dies finanziell zu unterstützen. Wird eine Kurzzeit- oder Verhinderungspflege in Anspruch genommen, so wird die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt. So können sich die pflegenden Angehörigen, aus welchen Gründen auch immer, eine Auszeit gönnen oder sich für den Tag Freiraum für andere Erledigungen schaffen. Auch aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich die Pflegeversicherung Beiträge zu erhöhen. Viele pflegende Angehörige berichten immer wieder von der anstrengenden Situation, die die Pflege mit sich bringt. Die jungen Menschen, die die Pflegeversicherung Beiträge zahlen werden den älteren damit einen großen Gefallen tun.

Desweiteren besteht häufig die Angst, dass durch den enormen Zeitaufwand bedingt durch die Pflege, die Rente bei den Angehörigen Pflegern schlechter ausfällt. Denn häufig muss der Vollzeitjob gekündigt oder auf eine geringere Stundenzahl reduziert werden. Der Punkt Rente wird daher bei den Angehörigen der pflegebedürftigen bei dem neuen Gesetzt berücksichtigt.

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