Leben mit Demenzerkrankung

Pflege bei Demenzerkrankung

Die Demenz ist eine diagnostizierbare Erkrankung des Gehirns und fasst verschiedene Erkrankungen in sich zusammen, wobei die häufigste Form der Demenzerkrankung die Alzheimer-Krankheit darstellt. Oft gehen mit dieser Erkrankung mehrere Defizite, vor allem im Bereich der emotionalen und sozialen Fähigkeit sowie in beruflicher und sozialer Funktion, einher.
Am ehesten betroffen ist dabei das Kurzzeitgedächtnis, der Orientierungssinn und die Urteilsfähigkeit. Manchmal können aber auch das allgemeine Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und sogar Teile der Persönlichkeit von der Demenz beeinflusst werden.
Alltagserledigungen wie Beispielsweise waschen, einkaufen oder kochen gelingen nur noch sehr eingeschränkt und später zum Teil überhaupt nicht mehr. Im Verlauf der Demenzerkrankung können die Betroffenen unter erheblichen Stimmungsschwankungen leiden. Dabei können sie entweder Züge einer Depression annehmen, teilweise aber auch aggressiv oder enthemmt wirken.

Symptome der Demenzerkrankung:

Am ehesten erkennt man die Demenzerkrankung an den bereits erwähnten Punkten wie Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, des Orientierungssinns („Wo bin ich hier?“), aber auch an Konzentrationsstörungen, eventuellen Sprachstörungen und zunehmender Müdigkeit.
Gerade in der Anfangszeit der Demenzerkrankung kann es zu Symptomen einer Depression kommen, vor allen Dingen dann, wenn der Betroffene die Abbauerscheinungen seines Gehirns an sich selber bemerkt.

Vorbeugung:

Alzheimer-Demenz, die als eine der häufigsten Demenzerkrankungen im Alter gilt, lässt sich heutzutage noch durch nichts verhindern, auch wenn Forscher derzeit an einem Medikament arbeiten, welches die krankmachenden Eiweiße immunisieren soll.
Anderen Demenzerkrankungen kann man jedoch durch regelmäßige Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung vorbeugend entgegen wirken.

Versorgungsmöglichkeiten bei Demenzerkrankungen:

Die Mehrheit der erkrankten Personen wird Zuhause betreut. Oftmals steht den Familien dabei Unterstützung in Form von ambulanten Pflegediensten oder Haushaltshilfen zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit ist die Unterbringung in einer Tagespflegeeinrichtung, wo Personen mit Demenzerkrankungen tagsüber betreut werden können. Dies gibt den Angehörigen die Möglichkeit ihrer gewohnten Arbeitstätigkeit, Hobbys oder sonstigen alltäglichen Dingen nachzugehen.
Sollte die häusliche Betreuung nicht mehr möglich sein, so bieten manche Regionen spezielle ambulant betreute Wohneinrichtungen als Alternative zu der sonst verbleibenden Möglichkeit, dem Pflegeheim, an.

Pflegestufen:

Bei der Zuordnung der Pflegestufen spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Am schwierigsten gestaltet sich dabei, die Pflegesituation bei einer Demenz treffend darzustellen. Da dies nicht immer gelingt werden überdurchschnittlich viele Anträge für Pflegestufen abgelehnt.
Mittlerweile gibt es jedoch ein Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Dieses Gutachten kann mithilfe des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (kurz MDK) durchgeführt werden. Nach Durchführung dieses Gutachtens werden die Ergebnisse an die jeweilige Krankenkasse weiter geleitet. Dort wird dann entschieden welche Pflegestufen, Hilfen und Pflegeeinrichtungen gegebenenfalls zur Verfügung stehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.