Koffein im Kampf gegen Alzheimer

Wundermittel Koffein im Kampf gegen das Vergessen

Eine neue Studie der Universität Bonn und Lille beschreibt den Zusammenhang zwischen Koffein und Welt Alzheimer Tag. Die Forscher gehen davon aus, dass beide Hauptmerkmale einer Alzheimererkrankung durch das zum Beispiel in Kaffee und Tee enthaltene Koffein gehemmt werden können.

In einer Testreihe wurden Mäuse mit einem koffeinähnlichen Wirkstoff behandelt, dieser hemmte die Ablagerungen des Tau-Proteins im Gehirn des Tieres. Tau-Ablagerungen werden neben dem Amyloid-Beta-Protein als Hauptursache für Alzheimer benannt. Denn die Eiweißablagerungen stören die Kommunikation zwischen den Nervenzellen im Gehirn und sind mit unter für deren Degeneration verantwortlich. Das sich Koffein auf das Amyloid-Beta-Protein positiv auswirkt, wurde von den Medizinern bereits in der Vergangenheit bestätigt, neu ist allerdings, dass nun auch Verklumpungen aus dem Tau-Protein durch Koffein beeinflusst werden.

So wirkt sich Koffein aus

Einbezogene Tiere der Studie wurden regelmäßig mit Koffein behandelt bzw. erfolgte die Aufnahme mit dem Trinkwasser. Dabei konnte beobachtet werden das Koffein bestimmte Rezeptoren im Gehirn blockiert, die sonst der Botenstoff Adenosinrezeptor-Subtyps A2A anspricht. Eine Amyloid-Beta-Schädigung ist von der Blockade betroffen, die Folge ist, dass sich die Zahl der schädigenden Verklumpungen reduziert. Das sich dieser Effekt auch positive auf Tau-Ablagerungen auswirkt war den Forschern bis dato nicht bekannt und konnte nun nachgewiesen werden.

Studie befindet sich noch am Anfang

Werner Hofmann, der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie sprach sich positiv zu dem Ansatz der Studie aus. „Der Weg ist allerdings noch sehr weit.“ Der finanzielle Rahmen des Projekts ist mit den 30.000 Euro, die es von der Alzheimer Forschung Initiative (AFI) erhalten hat, eher bescheiden. Das französische Team in Lille bekam von der dort ansässigen Schwesterorganisation (LECMA) des AFI 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Bonner Professorin Christa Müller sprach in ihrer Erklärung von „einem guten Schritt voran“. Der Ansatz mit den Tieren sei der Krankheit sehr ähnlich und zeige die positiven Auswirkungen von Koffein im Bezug auf Alzheimer – die Nebenwirkungen bleiben dabei gering.

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Quelle: alzheimer-forschung.de

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