Pflegeheim, aber nicht ohne meine Katze

Pflegeheim nicht ohne meine Katze

Der Umzug in ein Pflegeheim fällt vielen Betroffenen zunächst nicht leicht. Grund dafür ist der Umstand, dass die gewohnte Umgebung aufgegeben werden muss. Zudem bestimmen die Sorgen vor einer ungewissen Zukunft die Gedanken der Pflegebedürftigen. Insofern ist es besonders wichtig, dass ein Teil der gewohnten Umgebung auch in der Pflegeeinrichtung übernommen wird. Viele ältere Menschen haben sich bis zuletzt um ein Haustier gekümmert, das nunmehr im neuen Heim nicht fehlen sollte. Zwischen den Lebensformen ist eine Bindung entstanden. Die Mitnahme vom eigenen Haustier hilft beim Einleben und schützt gleichsam vor Einsamkeit.
Die Kosten für das Pflegeheim werden in der Regel von der Pflegeversicherung jedenfalls teilweise kompensiert. Es ist mithin gerade Sinn und Zweck der Pflegeversicherung, den Eintritt des Versicherungsfalles aufzufangen, da eine Pflegeeinrichtung in den meisten Fällen hohe Kosten in Rechnung stellt. Dies erfolgt aus dem Umstand, dass die Bewohner intensiv medizinisch sowie sozial versorgt werden, um einen ehrwürdigen Lebensabend zu garantieren.

Obgleich auch unter den Bewohnern schnell Kontakte geknüpft werden können, gilt das Haustier nach wie vor als liebster Begleiter. Besonders Hunde und Katzen werden als vollwertige Mitglieder innerhalb der Familie angesehen. Manchmal dienen sie zugleich als Familienersatz. Doch nicht jedes Pflegeheim ist mit der Mitnahme einverstanden. Dies erschwert die Suche für Betroffene, obgleich die Gründe für eine Ablehnung teilweise einleuchtend erscheinen. Jede Pflegeeinrichtung wird von mehreren Pflegebedürftigen bewohnt. Zum Teil sind intensive Pflegemaßnahmen notwendig. In diesem Zusammenhang können Tiere den Ablauf in der Organisation stören oder aufgrund ihrer natürlichen Laute als Störung empfunden werden. Wenn ein Hund beispielsweise lautstark bellt, fühlt sich der Nachbar unter Umständen belästigt und in seiner Lebensruhe beeinträchtigt.

Dagegen wurden einige Heime derart konzipiert, dass auch die Haustiere gern gesehene Gefährten sind. Durch entsprechende Baumaßnahmen werden Störungen durch das Tier minimiert. Ferner werden derartige Einrichtungen zumeist ausschließlich von Tierbesitzern aufgesucht, ein Umstand, der die Bewohner wiederum miteinander verbindet.
Durch die Tiere werden die Menschen nicht nur von ihrer Situation abgelenkt. Die tierischen Mitbewohner sind vielmehr der sprichwörtliche Fels in der Brandung und steigern schlichtweg die Aktivität des betroffenen Menschen. Derartige Ergebnisse sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Dennoch sind Einrichtungen, die die Mitnahme eines Tieres gestatten, noch immer die Ausnahme. Für das Pflegepersonal können Tiere unter Umständen eine zusätzliche Arbeitsbelastung darstellen, die in den entsprechenden Heimen selbstverständlich nicht derart empfunden wird. Insoweit ist eine ausgereifte interne Organisation unerlässlich.

Fazit Pflegeheim

Sollten pflegebedürftige Menschen nicht auf ihren Wegbegleiter verzichten können ist ein Umzug in eine andere Stadt oder gar Region vielfach unerlässlich. Menschen, die sich mit dieser Situation hingegen anfreunden können, werden sich in ihrem neuen Zuhause schnell wohl und sicher fühlen.

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